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Ich bin Alkoholiker und das ist nicht gut so,

aber ich bin trocken und das ist gut so.

Mein Name ist Köbes, und ich möchte mein Leben mit dem Alkohol auch für andere zugänglich machen. Vielleicht werden Betroffene, natürlich auch Angehörige, viele Parallelen entdecken.

Normalerweise gehe ich mit meiner Sucht ganz offen um, aber da ich auch sehr viele Intimitäten preisgebe, nenne ich mich einfach Köbes.

Die meisten Leute kennen mich als netten und erträglichen Menschen, aber das war nicht immer so. Für Sex und Alkohol ging ich, sprichwörtlich, über Leichen. Heute tut mir vieles Leid, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen.

Auch würde ich mich gerne dafür entschuldigen, aber die meisten würden diese Entschuldigung nicht annehmen. Sie verstehen nicht, dass ein Alkoholiker trinken muss und nicht zum Vergnügen trinkt.

Teilweise wird es vielleicht auch langweilig sein, aber es gehört eben auch dazu.

Ich habe übrigens am 09.06.1990 um 07:30 Uhr meinen letzten Tropfen Alkohol getrunken (ein kleines Fläschchen Kräuterschnaps)

Alle Namen wurden geändert, nur die Orte sind realistisch.

Habe am 24.06.2010 das erste mal in den Nachrichten die Zahl der Alkoholtoten im Jahre 2009 erfahren, es sollen 74.000 sein. Bei 1000 Drogentoten schreit ganz Deutschland auf. Ich kann das nicht verstehen, wieso diese Alkoholtoten ohne Aufschrei akzeptiert werden.





This entry was posted on Freitag, Mai 14th, 2010 at 10:34 and is filed under .

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13 Kommentare

Arno schrieb am 29. Juni 2010:

Ich bin auch trockener Alkoholiker und jeder sollte offen mit seiner Krankheit umgehen.
Niemand muss sich ausgegrenzt fühlen, denn jeder trockene Alkoholiker hat etwas für sich getan.

Timo schrieb am 8. September 2010:

Den Konsum immer im Auge behalten! Denn genau das ist das Problem mit dem Alkohol – die Sucht kommt schleichend und das ist wohl mit das gefährlichste an dieser Droge… zudem gibt es einfach bei zu vielen Gelegenheiten Alkohol zu trinken!

Claus Wolfgang schrieb am 28. März 2011:

Auch ich bin Alkoholiker und auch ich habe nun im Alter meine Alkoholkrankheit öffentlich gemacht und ein Buch über mein Leben geschrieben.
Und ich glaube, dass diese Geschichte interessant genug ist, um gelesen zu werden. Ich habe ohne Pathos und ohne Effekthascherrei, zuerst nur für den Hausgebrauch geschrieben. Doch gerade in unserer heutigen Zeit, in der Begriffe wie Komatrinken und Alkohol am Steuer Schlagzeilen machen und viele tödliche Unfälle gerade junger Menschen unter Alkoholeinfluss unseren Alltag begleiten und ungezähltes Leid über Millionen von Menschen bringen, wäre es immerhin möglich und keineswegs unvorstellbar, dass allein eine solche Geschichte ein einziges Leben retten und mancher Betroffene Hoffnung haben könnte.

http://www.epubli.de/shop/buch/GELEBTES-LEBEN-30-Jahre-trocken-Claus-Wolfgang–Hemmann-9783869317687/4504

Kevin schrieb am 25. April 2011:

Auch ich bin ein Alkoholiker.

mirco schrieb am 26. April 2011:

ich bin alkoholierseit knapp 4 jahren. es´ist echt scheiße

marc schrieb am 11. Mai 2011:

Ich brauche dringend Hilfe.
Komme aus Herne, Wiesenstrasse
Marc Andre Siger

marcus schrieb am 21. Mai 2011:

alkoholiker zu sein ist echt scheiße aber ich habe mich gebessert und jetzt will ich in eine entzugsklinik damit ich bald ganz eheilt bin und mir keine sorgen mehr um alkoholkonsum machen muss

günther schrieb am 18. Juni 2011:

bin seit 31 jahre trocken,nun trinke ich wieder

serinniq schrieb am 5. August 2011:

..unsere Krankheit ist schon schlimm genug .Ich leider sehr…aber wer kann mir helfen…habe niemanden….

serinniq schrieb am 5. August 2011:

…ich bin 47 habe 13 Jahre nichts getrunken und dann mit Flasche Sekt wieder angefangen.

Katha schrieb am 5. August 2011:

Ich persönlich halte die Alkoholsucht für eine überaus gefährliche Sache. Zu jedem Anlass wird Alkohol ausgegeben und man merkt zuweilen gar nicht, dass der Körper sich bereits daran gewöhnt hat. Eine erster Schritt ist die Realität zu erkennen und aktiv an einer Verbesserung zur arbeiten. Ich hoffe du hast durchgehalten und wünsche dir viel Kraft dabei.

Thomas-die39 schrieb am 7. Oktober 2011:

Ich bin 23 und habe Angst so zu sein, wie Ihr es beschreibt… Mein Vater starb daran und ich habe Angst den selben Weg zu gehen… schaut mich an wie alt ich bin… Ich hab das Studium noch nich mal beendet, mein Führerschein is schon weg nach ner KO-Fahrt diesen Sommer… Vielleicht bin ich krank, obwohl mein Leben immer gerade war… warum mach ich mich selber krank? Alkohol ist keine Krankheit, du bist es! Du hast Angst vor etwas und er soll dich vor deiner Angst schützen…. aber warum ich…mit 23… ????

Marco schrieb am 18. Oktober 2011:

Eine schöne Seite. Auch bin bin Alki. Gehe da derzeit immer offener mit um und merke zunehmend warum ich mich (single, Erwerbsunfähig, Dauerpleite) entweder mit Alk (Bier) oder Psychopille abends “ausschiess”. Je mehr ich versuch die Umstände zu ändern, um so mehr wird mir bewusst wie sch.. mein Leben ist. Die Folge könnt ihr Euch sicher denken. Bin nur froh, das ich durch den Alk nicht agressiv werde. Aber trotzdem weiss auch ich, das es keine Dauerlösung ist. Nur ne brauchbare Lösung konnte ich seit meiner Erkenntnis (ca 2 Jahre) nicht finden. Oft mag ich auch nicht mehr drüber nachdenken…

PS: Wer mag, darf mir gern schreiben.. Ach ja, ich bin 40 Jahre, männlich und komme aus der Nähe von Itzehoe. E-Mail Adresse: saufnase@kurzepost.de ne kein Witz, ich versuch damit so normal wie möglich umzugehen..

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